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Zentralorchester der NVA

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Das Zentrale Orchester der NVA der DDR war keine Neuaufstellung wie etwa das Stabsmusikkorps der Bundeswehr, sondern es wurde 1956 von der KVP übernommen und konnte zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine siebenjährige Geschichte als Sinfonieorchester bzw. sinfonisches Blasorchester zurückblicken. Die Entwicklung des Orchesters verlief bis zum Jahre 1959 in normalen Bahnen und ohne Besonderheiten. Dann kam Major Gerhard Baumann, ehemaliger Chef des Standortmusikkorps der VP Schwerin, über Leipzig nach Berlin und übernahm die Leitung des ZO aus den Händen von Major Hans-Helmut Hunger. In der "Ära Baumann", die bis 1983 dauerte, wurde das Zentrale Orchester der NVA zu einem Begriff für gediegene Militärmusik und zu einem außerordentlichen Klangkörper. Die Einmaligkeit des Orchesters begründete sich jedoch keinesfalls alleine aus seiner Stellung als größtes und bedeutendstes Musikkorps der Militärmusik der NVA, denn die dienstliche Musik - bis hin zu außergewöhnlichen repräsentativen Auftritten - war, wie bei allen Spitzenmusikkorps eines Staates, eingebunden in vorgegebene Rahmenbedingungen, wenn auch hier natürlich sein Stil und die Behandlung des Metiers nicht nur den Kenner aufhorchen läßt. Im Jahre 1983 übergab Oberst und Generalmusikdirektor (GMD) Gerhard Baumann den Taktstock an Heinz Häcker, der das ZO bis in die Zeit der Wiedervereinigung leitete. Das Schicksal des ZO verlief letztlich nicht anders als das der NVA insgesamt. Als Musikkorps der Bundeswehr Berlin gab es unter seinem letzten Leiter, Major Bernd Zivny, am 2. November 1990 sein Abschiedskonzert. Mit ihm endete die Geschichte des führenden Militärorchesters der DDR.

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VIDEO 28.12.2012

Zwischen Probe und Parade (Dokumentarfilm von 1975)


Zwischen Probe und Parade (1975) - Dokumentarfilm über das Zentrale Orchester der ...


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