Suite aus der »Wassermusik«

Blasorchester

Suite aus der »Wassermusik«
Water Music Suite (HWV 348-350)

Arrangeur:
Musikrichtung:
Konzertwerk, Klassik, Barockmusik, Klassische Transkription, Suite
Schwierigkeitsgrad:
Ober-/Höchststufe
Spielzeit:
00:14:40
Verlag:
Rundel
Format:
DIN A4
Umfang:
Partitur + Direktion + Stimmen
Bestellnummer:
MVSR0409
Erscheinungsdatum:
1985

Info

Eine Auswahl von fünf der bekanntesten Sätze aus der insgesamt 3 Suiten umfassenden Händelschen "Wassermusik".

Neben dem »Messias« (1742) und der »Feuerwerksmusik« (1749) gehört die »Wassermusik« zu den bekanntesten und beliebtesten Schöpfungen Georg Friedrich Händels. Anlass für die Komposition war eine Bootsfahrt auf der Themse, die König Georg I. am 17. Juli 1717 veranstaltete. Händel sollte während der Fahrt und wohl auch beim sich anschließenden abendlichen Dinner für eine festliche musikalische Umrahmung sorgen. Die 20 Einzelsätze der »Wassermusik« bilden eigentlich drei in sich abgeschlossene Suiten: eine Suite in F-Dur (Hörner, Oboen, Fagotte, Streicher, Basso continuo), eine Suite in D-Dur (Trompeten, Hörner, Oboen, Fagotte, Streicher, Basso continuo) und eine mehr kammermusikalisch gehaltene Suite in G-Dur (Block- und Querflöten, Oboen, Streicher, Basso continuo). Die fünf Sätze der vorliegenden Blasorchesterbearbeitung wurden so zusammengestellt, dass dem Hörer auch in dieser Kurzfassung ein kleiner Einblick in das umfangreiche und abwechslungsreiche Originalwerk vermittelt werden kann.

I. Alla Hornpipe
Die Übertragung dieses bei Händel in D-Dur (in einer früheren Fassung: F-Dur) stehenden Stücks ergab sich wie von selbst: Die solistischen Teile konnten - nun in Bb-Dur - bei den Trompeten und Hörnern bleiben, die übrigen Instrumente des Blasorchesters übernehmen den Part der Streicher und Oboen. Im Moll-Mittelteil spielen alle hohen Holzbläser unisono die etwas virtuosere Stimme der ersten Violine, die Saxophone und die weichklingenden Blechblasinstrumente übernehmen die akkordische Begleitung. (Wem dieser Mittelteil zu kompliziert erscheint, kann sich vielleicht zunächst nur auf den einfachen und wirkungsvollen Bb-Dur-Teil beschränken).

II. Bourreé
Dieser in manchen Ausgaben auch »Coro« genannte einfache Satz entstammt der D-Dur-Suite. Nach dem Vorbild Händels, der die Wiederholungen verschiedenen Instrumentengruppen zugeteilt wissen wollte, erklingen in der vorliegenden Bearbeitung nacheinander erst der reine Blechbläserchor, dann der Holzbläserchor, schließlich das ganze Orchester.

III. Air
Hier stellte sich für die Instrumentation die Aufgabe, zehn sehr ähnliche aufeinanderfolgende Formteile so zu gestalten, dass beim Hörer keine Ermüdung eintritt. So wurde sehr großer Wert gelegt auf eine farbige Instrumentation, bei der Soloinstrumente, Holzbläserchor, gemischte Besetzung und schließlich die Tuttibesetzung einander abwechseln. Das Stück steht in der Originaltonart.

IV. Menuet
Um Eingriffe in den Verlauf der über 1 1/2 Oktaven umfassenden Melodie zu vermeiden, wurde hier eine Transposition um eine Quarte erforderlich. Das Original steht in F-Dur, wir wählten Bb-Dur; die Führung ging damit von den Hörnern auf die Trompeten über. Auch die Melodie des Moll-Mittelteils (Original: Fagott,VI. II, Va. im Tenorbereich) bekommt nun eine für Blasorchester sehr günstige Lage, Flügelhörner, Hörner, Alt- und Tenorsaxophone können unisono geführt werden.

V. Allegro
Dieses prächtige Stück ist der »Horn-Suite«, der F-Dur-Suite, entnommen. Händel lässt nach Art des Concerto grosso drei Instrumentalchöre einander gegenübertreten: Hörner (bei uns: Hörner und Flügelhörner), Oboen und Fagotte (bei uns: Trompeten und Posaunen bzw. Baritone) und Streichorchester mit Basso continuo (Holzbläser, Saxophone, tiefe Blechbläser). Aus nur wenigen musikalischen Motiven entwickelt sich ein klangfreudiger Wettstreit der drei Instrumentengruppen.

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