Preußens Gloria

Blasorchester

Preußens Gloria

Prussia's Glory
Marsch - March - Marche

Arrangeur:
Musikrichtung:
Traditionsmarsch, Marsch
Schwierigkeitsgrad:
Oberstufe
Spielzeit:
00:01:45
Verlag:
Rundel
Format:
Marschformat
Umfang:
Direktion + Stimmen
Bestellnummer:
MVSR1687
Erscheinungsdatum:
1992

Info

Der gewonnene Deutsch-Französische Krieg 1870/71 sowie die damit einhergehende Reichsgründung in Verbindung mit der Kaiserproklamation im Schloss von Versailles am 18. Januar 1871 fanden selbstredend nachhaltigsten Widerhall in der zeitgenössischen deutschen Marschliteratur. Preußens Gloria von Gottfried Piefke ist ein hierfür sinnfälliger Titel in dieser Phase des euphorisch-patriotischen Überschwanges in Zeiten militärischer Siege und nationaler Einigung. Es ist der wahrscheinlich in der Bundeswehr meistgespielte Marsch überhaupt, denn kaum feierlich-festlicher Anlass kommt ohne dieses Stück aus. Preußens Gloria ist so das Sinnbild für preußische Marschmusik schlechthin geworden.

Gottfried Piefke schuf den Marsch 1871 für sein Leib-Grenadier-Regiment Nr. 8; unter seinen Klängen kehrte das Regiment 1871 in seine Garnison Frankfurt a.d. Oder zurück. Jetzt geschah aber zunächst das Unerwartete: Der Marsch fristete 38 Jahre ein Nischendasein in der brandenburgischen Provinz. Weder in der Armee noch in der Bevölkerung wurde er bekannt. Dies änderte sich erst im Jahre 1909, denn Generalleutnant Elstermann v. Elster, der von 1894 bis 1899 dem Leib-Grenadier-Regiment Nr. 8 als Kompaniechef angehört und an dem Marsch Gefallen gefunden hatte, ließ sich, als er 1908 Kommandeur des 3. Garde-Regiments zu Fuß in Berlin wurde, die Noten aus Frankfurt a.d. Oder schicken. Das Musikkorps des Regiments unter Obermusikmeister Hugo Goerisch übte den Marsch ein, und eines Tages im Frühjahr 1909 zog die vom 3. Garde-Regiment zu Fuß gestellte Schlosswache unter den Klängen von Preußens Gloria in das Berliner Stadtschloss ein. Der Kaiser trat, wie immer, wenn die Wache sichtbar wurde, auf den Balkon. Der Marsch gefiel ihm sofort, denn nach der Wachablösung ließ er  Obermusikmeister Goerisch holen und erkundigte sich nach dem Stück. Dieser Vorgang sprach sich in der Berliner Garnison in Windeseile herum, so dass in den nächsten Wochen die Wache eines jeden Berliner Garderegiments mit Preußens Gloria in das Schloss einrückte. Hierdurch wurde er allgemein bekannt, 1912 dann Armeemarsch und ist seitdem aus der deutschen Militärmusik nicht mehr wegzudenken.

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38,50 €
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