Mon Salut à St. Petersbourg

Blasorchester

Mon Salut à St. Petersbourg
Mon Salut a St. Petersbourg

Sankt Petersburg Salut

Arrangeur:
Musikrichtung:
Konzertmarsch, Marsch
Schwierigkeitsgrad:
Mittel-/Oberstufe
Spielzeit:
00:03:00
Verlag:
Rundel
Format:
DIN A4
Umfang:
Partitur + Stimmen
Bestellnummer:
MVSR2676
Erscheinungsdatum:
2013

Info

Hans Christian Lumbye war dänischer Kapellmeister und Komponist; er wurde am 2. Mai 1810 in Kopenhagen geboren. Bei einer der vielen Schiffsreisen, die die Familie wegen der Soldatentätigkeit von Lumbyes Vater machen musste, erkrankte Hans Christian, was vermutlich zu seiner Schwerhörigkeit im Alter führte. Lumbye lernte das Geigenspiel, das Trompetenspiel, erhielt Unterricht in Musiktheorie und begann schon früh, eigene Lieder und Märsche zu komponieren. Als 14jähriger wurde er Militärmusiker und ließ sich 1829 nach Kopenhagen versetzen. Wenn Lumbye dienstfrei hatte, spielte er zum Tanz auf. Parallel dazu arbeitete er weiter als Komponist, schrieb sehr viel Tanzmusik und wurde ein gefragter Orchesterleiter in den vornehmen Kreisen Kopenhagens. Die entscheidende musikalische Wende gab es, als Lumbye die Werke von Joseph Lanner und Johann Strauß (Vater) kennen lernte und bald in diesem Stil komponierte – man nannte ihn auch den Strauß des Nordens. Dieser Musikstil kam beim Publikum sehr gut an, was auch dazu führte, dass Lumbyes Konzerte im Vergnügungspark Tivoli gut besucht und sehr erfolgreich waren. Lumbye war von Anfang an dabei gewesen, als der Park 1843 eröffnete; er spielte dort mit seinem Orchester vom Frühjahr bis zum Herbst. Im Winter, wenn der Tivoli geschlossen war, spielte Lumbyes Orchester in Kopenhagens Theatern, bei Festen der besseren Gesellschaft oder sie reisten auf Konzerttourneen durch Dänemark und ins Ausland. Das Orchester existiert heute noch; im Sommer heißt es „Symphonieorchester des Tivoli“ und im Winter „Seelands Symphonieorchester“. Lumbye hat mehr als 700 Musikstücke geschrieben und gehört zu den wenigen dänischen Komponisten, deren Musik im Ausland gespielt wird. Er war schnell und aktuell. Er schrieb Musik, wenn etwas Außergewöhnliches in der Stadt passierte, zu Ehren der königlichen Familie oder anderer prominenter Menschen. Fast Hundert seiner Melodien haben weibliche Vornamen als Titel. Im Jahre 1872 musste Lumbye als Orchesterleiter und Dirigent aufhören, da er geschwächt und schwerhörig war. Im Mai 1873 dirigierte er zum letzten Mal seinen berühmten „Champagnergalopp“ bei einem Konzert – sitzend. Am 20. März 1874 starb Hans Christian Lumbye. Während eines fünfmonatigen Sommerengagements in St. Petersburg, das ein voller Erfolg für Lumbye werden sollte, komponierte er zahlreiche neue Stücke. Bei seinen Gastauftritten wurde es zu einem kleinen Ritual, dass er es mit einem Salut an das Publikum beendete. Aus Ermangelung eines passenden neuen Stückes wählte er eines, das er bereits zwei Jahre zuvor geschrieben hatte, den „Marsch für die dänische Zivilgarde“. Bei seinem Abschlusskonzert führte er dieses kurzerhand unter dem Titel „Mon Salut à St. Petersbourg“ auf und erntete die Begeisterung des Publikums. Dieser prächtige Marsch, der ursprünglich für Sinfonieorchester komponiert wurde, weist einige Besonderheiten auf: Die eher ungewöhnliche, filigrane Einleitung klingt, als würde die Garde auf den Hof marschieren und das Trio enthält deutlich slawischen Anklänge. Seit der Aufführung in St. Petersburg 1850 war der Marsch weitestgehend unbekannt und wurde kaum gespielt. Nun wurde er neu entdeckt und ist beim Musikverlag RUNDEL erstmals überhaupt in einer Fassung für Blasorchester erschienen, bearbeitet von dem russischen Arrangeur Leontij Dunaev. Lumbyes publikumswirksamer Kompositionsstil eignet sich besonders für den Blasorchesterklang, der das „Sankt Petersburg Salut“ nun wieder würdevoll präsentiert.

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Siehe auch

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