Emil Stolc

Emil Stolc

geboren
28.10.1888  in Chorusice (Böhmen)
gestorben
01.07.1940  in Nový Vestec (Böhmen)

Info

Emil Štolc kam in dem kleinen Ort Chorušice (Böhmen) bei Melnik im Jahre 1888 zur Welt und wuchs in einem musikalischen Umfeld auf, denn u.a. sein Vater wirkte dort als Musiklehrer und Volksmusikant. Hier besuchte er auch die Volks- und Bürgerschule und ging dann im Jahre 1903 an die Prager Orgelschule. Allerdings endete dieser Ausbildungsabschnitt von Emil Štolc bereits im Juli 1904, da er über die Note “ungenügend” nicht hinauskam. Erfolgreich verlief dagegen das Studium der Flöte am Prager Konservatorium. Štolc beherrschte auch Flügelhorn, das er bei seinem Vater erlernt hatte. Von 1905 bis 1908 schloss sich sein Militärdienst an, den er im IR 21 unter MilKpm Johann Sitter in Kuttenberg durchlief. Sein Hauptinstrument war hier die Flöte.

Mit der Familie zog er 1909 nach Brandeis an der Elbe, wo sein Vater eine Musikschule und ein Blasorchester gegründet hatte. Dieses Orchester übernahm dann Emil vom Vater im Jahre 1912, wobei er den erforderlichen Gewerbeschein als Kapellmeister bereits 1909 erhalten hatte. 1912 zog er nach Prag-Smichow um und gründete dort einen eigenen Musikverlag. Er blieb zudem als Kapellmeister nicht untätig, denn 1922 übernahm er die Leitung der örtlichen Sokol-Kapelle. Ein weiteres wichtiges Engagement war die Leitung der Musik der Bürgerlichen Nationalgarde Nr. 2 in Prag, die er allerdings 1933 wegen zunehmender Gehörprobleme und größerer gesundheitlicher Schwierigkeiten abgeben musste.

Neben seinen verlegerischen Tätigkeiten veröffentlichte er zwischen 1922 und 1935 die „Musikalischen Blätter“, eine „Information für Freunde der Musik“.

Im Laufe seines Lebens brachte Štolc etwa 1000 Kompositionen heraus, von denen etwa 800 im eigenen Verlag erschienen. Bis heute hat sich vor allem eine Anzahl seiner schwungvoll-melodiösen Märsche erhalten, von denen, einer der bekanntesten, nämlich der 80er Marsch nicht dem gleichnamigen k.u.k. Infanterieregiment gewidmet war, wie vielfach angenommen, sondern für den damaligen tschechoslowakischen Präsidenten T.G. Masaryk bestimmt war.

Viel über ihn sagt auch eine tschechische Quelle aus, welche den Menschen Štolc beschreibt als „ehrlich, aufrichtig, kein Intrigant, sehr arbeitsam“ und als „einen der gebildeten Komponisten“.

Emil Štolc verstarb im Jahre 1940 in Nový Vestec bei Alt-Bunzlau; begraben ist er auf dem Vinohrady-Friedhof im Prag.

Werke von Emil Stolc

68,90 €
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