Crossbreed

Blasorchester

Crossbreed

A Musical Crossover for Wind Orchestra

Komponist:
Musikrichtung:
Konzertwerk, Sakrale Musik
Schwierigkeitsgrad:
Oberstufe
Spielzeit:
00:08:04
Verlag:
Rundel
Format:
DIN A4
Umfang:
Partitur + Stimmen
Bestellnummer:
MVSR2962
Erscheinungsdatum:
2014

Info

Ich komponierte „Crossbreed“ als Auftrag zum 1250-jährigen Jubiläum der Stadt Ellwangen für das Jugendblasorchester Ellwangen mit seinem Dirigenten Herrn Wendelin Dauser. Nach sehr intensiver Beschäftigung mit der Stadt und nach zahlreichen Gesprächen mit kulturschaffenden Persönlichkeiten aus Ellwangen, kam mir die Idee, ein musikalisches Leitmotiv zu suchen, welches im Gemeindeleben der Stadt Verwendung und Bekanntheit findet. Dieses entdeckte ich in dem traditionellen Marienlied „Segne Du Maria“ welches viele Ellwanger Bürger mit ihrer Stadt und dem dazugehörigen (christlichen) Leben in Verbindung bringen. Ausgehend von vielen musikalischen Ideen, die ich zum Zeitpunkt der Beschäftigung mit dem Lied bereits gesammelt hatte und inspiriert von der Stadt und ihrer Geschichte, entschloss ich mich dazu, das vorliegende Werk in Form eines „klingenden Bilderbuches“ zu verfassen: Ein Buch, wie auch ich es zur Inspiration in Form eines Bildbands von der Stadt Ellwangen geschenkt bekommen hatte und das es nun auf meine ganz eigene Art und Weise zu vertonen galt. Der Beginn des Werkes greift das Marienlied in Form eines festlichen Bläsersatzes für zwei Trompeten und zwei Posaunen auf. Aus großer Dankbarkeit und Huldigung vor seinem Lebenswerk entschloss ich mich dazu, einen Bläsersatz von Siegfried Rundel zu wählen. Wie wenigen anderen gelang es ihm stets, die schlichte und doch so innige Botschaft traditioneller Lieder und Gesänge auf die Bläserkunst zu übertragen. Der Beginn von „Crossbreed“ wird bewusst hinter dem Publikum gespielt und soll dem Zuhörer die Möglichkeit geben, sich nur auf die Musik und sich selbst zu konzentrieren, bevor das Orchester nach Ende der Strophe einsetzt. Eine meiner vielen musikalischen Skizzen, die ich zusammengestellt hatte, bot plötzlich die Möglichkeit, Fragmente des Marienliedes parallel spielen zu lassen, was ich in der Folge des Werkes auch tat. Nachdem zunächst das ursprüngliche Thema einmal vorgestellt wird, legen sich kleine Bruchteile wie ein Schleier darüber und verschmelzen zu einer Einheit. Die musikalische Stimmung verändert sich mit dem Wechsel der Tonalität zu des- bzw. f-moll. Über ein poco a poco accelerando gelangen wir in einen miniaturhaften Walzer, der einen musikalischen Herbst-Spaziergang durch die Stadt beschreibt. Dabei ist es vor allem die Schönheit der Innenstadt und der Bauwerke die – gemeinsam mit den freundlichen Einheimischen – ein Gefühl von Zufriedenheit schaffen. Dieses Gefühl lädt uns dazu ein, für einen Moment inne zu halten und uns auf das zu besinnen, was wirklich wichtig ist. Ich jedenfalls habe mich dazu eingeladen gefühlt, meine Gedanken schweifen zu lassen und den besonderen Charme der Stadt zu genießen. Ellwangens reiche Geschichte zeigt sich musikalisch in dem sich daraus entwickelnden Teil, der auch den Untertitel der Komposition hat entstehen lassen. Bruchstücke des Marienliedes werden nun zum Ausgangspunkt eines tänzerischen Ausflugs in die Verschmelzung unterschiedlichster kultureller Facetten. So ist nicht von der Hand zu weisen, dass Ellwangen aus christlichem Hintergrund immer Beziehungen zu Balkanregionen gepflegt hat. Die Musik, die sich nun immer mehr zu verzweigen scheint, wirkt wie ein Traum. Ähnlich vielleicht dem besonderen und einzigartigen Gefühl welches ich beim Komponieren dieses Werkes erleben durfte. Immer wieder stellten sich Verbindungen und Verknüpfungen her. Somit bildeten all die reichhaltigen kulturellen und geschichtlichen Hintergründe der Stadt einen für mich unmittelbaren Inspirationspunkt. Die Musik wirkt auf den Zuhörer, als würde das musikalische Bilderbuch in rasanter Geschwindigkeit durchblättert - und ehe man sich versieht, endet der Traum schlagartig und wir sind dort, wo wir (vielleicht) schon einmal gewesen sind. Die letzte Station unserer Reise sehe ich in der prächtigen St. Vitus Basilika. Zunächst wie zu Beginn des Werkes in ganz schlichter Form als Quartett präsentiert, entwickelt sich die Musik nun zu einer immer dichteren Form der unterschiedlichen musikalischen Ideen. Das Finale der Komposition ist nicht nur eine Huldigung an einen von mir sehr geschätzten Komponisten, sondern auch die bläserische Verklanglichung einer Kirchenorgel. Das Werk endet so, wie ein Jubiläumsjahr begangen werden sollte; voller Pracht und Festlichkeit!

Thiemo Kraas

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