Arbeitsblätter zur Harmonielehre

Buch | Unterrichtsliteratur

Arbeitsblätter zur Harmonielehre

Arbeitsbuch - Übungen - Lösungsteil

Herausgeber:
Musikrichtung:
Buch
Verlag:
Rundel
Format:
DIN A4
Umfang:
84 Seiten - spiralisiert
Bestellnummer:
MVSR1890
Erscheinungsdatum:
1996

Info

Ein praktisches Arbeitsbuch, das in 21 Abschnitten zahlreiche Übungen (mit Lösungsteil) zur Verbindung von Akkorden anbietet.

Diese Arbeitsblätter können und wollen keine der guten und schon etablierten Ausgaben für Harmonielehre ersetzen. Im Gegenteil, zusätzlich an Harmonielehre Interessierte können problemlos andere Bücher, in welchen Akkorde wie hier nach der Stufenlehre benannt werden, konsultieren. Ein nach Themen und Lerninhalten gegliedertes Verzeichnis gibt Aufschluss über die angesprochenen und behandelten Fragen.


VORWORT
 
Diese Arbeitsblätter können und wollen keine der guten und schon etablierten Ausgaben für Harmonielehre ersetzen. Im Gegenteil, zusätzlich an Harmonielehre Interessierte können problemlos andere Bücher, in welchen die Akkorde wie hier nach der Stufenlehre benannt werden, konsultieren. Ein nach Themen und Lerninhalten gegliedertes Verzeichnis gibt Aufschluß über die angesprochenen und behandelten Fragen.
Es wird gänzlich darauf verzichtet, die Lage der Akkorde zu bezeichnen, da wir in der Bläser- oder Blasmusik meistens mit chorischen Instrumentationen arbeiten. Jeder beflissene Instrumentationsliebhaber weiß aber, daß ein und derselbe Akkord bei verschiedenen Registern des Orchesters auch in verschiedenen Lagen (weit, eng oder gemischt) instrumentiert werden kann oder soll. Die Lage des Akkords hat sich in den verschiedenen Registern bei gleichbleibender Harmonie in der Orchesterinstrumentation der gewünschten Gesamtklangfarbe unterzuordnen.
Entschieden anders, gerade gegenteilig, verhält es sich bei den Umkehrungen der Akkorde. In einem vierstimmigen Satz wird eine musikalisch-fließende Baßlinie immer von den jeweilig angewendeten Umkehrungen geprägt sein. Eine genaue Benennung (Bezifferung) ist also unumgänglich. Bei der Instrumentation von Sätzen darf folgerichtig der für die Umkehrung maßgebliche tiefste Ton, der Baßton, nicht unterschritten werden.
Für gleichnamige Tonarten welche sich nur durch das Tongeschlecht unterscheiden wird der Begriff Varianten eingesetzt.
Beim Harmonisieren von Melodien oder Aussetzen von Bässen führt die Beachtung folgender Regeln zu musikalisch sanft ineinander fließender Akkordverbindungen. Gemeinsame Töne bleiben liegen. Es sollten sich nicht alle (vier) Stimmen in die gleiche Richtung bewegen. Verboten sind aber nur Einklangs-, Quinten- und Oktavparallelen. Stimmkreuzungen sind zu meiden. Die Terz soll im Dreiklang nie fehlen. Sie sollte anfänglich nicht verdoppelt werden. Später kann sie bei Ein- und Fortführung in Gegenbewegung auch verdoppelt werden. Anfänglich sollten Leittöne auf- und Septimen abwärts geführt werden. Umkehrungen von Akkorden sind empfehlenswert, ein Endakkord tritt aber nur als Grundakkord (Stammakkord) auf. Versetzungszeichen unter einem Baßton beziehen sich immer auf seine Terz. Versetzungszeichen vor einer Ziffer beziehen sich immer auf das durch diese Ziffer angedeutete Intervall, gerechnet vom Baßton des Akkords.
Beim Harmonisieren von Melodien sollte man von vornherein auf eine flüssige, melodiöse Baßlinie achten und diese, unter Berücksichtigung der möglichen Akkordfolgen, schriftlich festhalten. Erst dann ist es ratsam die Mittelstimmen zu ergänzen. Beim Aussetzen von bezifferten Bässen sollten nur aneinander gereihte Akkorde vermieden werden. Man achte darauf, melodische Linien im Sopran zu schreiben, um nachher die Mittelstimmen zu ergänzen.
Gegebene Aufgaben (A) können im Anhang, unter gleicher Nummer, mit einer angebotenen Lösung (L) verglichen werden. Alle Aufgaben sind zum Anfang als Starthilfe und zum Vergleich mit einem ersten ausgeschriebenen Akkord versehen. Selbstverständlich gibt es für die meisten Aufgaben auch andere gute Lösungsmöglichkeiten.
Es ist vom Anfang an besonders wichtig, alle gezeigten Beispiele mit Akkorden, Umkehrungen, Verbindungen von Akkorden bis zu den gegebenen Aufgaben allein oder in Gruppen zu hören. Die Modalität der akustischen Darstellung ist nicht maßgebend. Ein Bläser- oder Gesangsquartett kann wie ein Tasteninstrument die überaus wichtigen Höreindrücke vermitteln. Jede Umkehrung eines Akkords, jedwelche noch so unscheinbare Verbindung von Akkorden hat ihren eigenen Wert und Charakter. Harmoniefolgen können flach und nichtssagend erscheinen im Vergleich zu anderen harmonischen Reihen. Je geschulter und erfahrener ein Ohr im Bereich von harmonischen Abläufen wird, desto „hungriger“ wird es nach intensiven, interessanten und reizenden Akkordfolgen sein.
Es ist völlig unerheblich, welche Art von Musik man heutzutage passiv oder aktiv erlebt. Ein harmonisch „erfahrenes“ Ohr, ein durch profundes Wissen im theoretischen Bereich der Harmonielehre unterstütztes Hören, wird stets eine wertvolle Hilfe im Erfassen und Genießen von jedwelcher Musik sein.
 
Franz Watz

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