Anton Krettner

Anton Krettner

geboren
02.03.1849  in München
gestorben
27.11.1899  in Tölz

Info

Anton Krettner wuchs in München als Sohne eines Handwerkers auf, besuchte im Anschluss an die Volksschule das Gymnasium und studierte schließlich an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Rechtswissenschaften. Dort trat er 1869 dem Akademischen Gesangsverein bei, der sich ab 1871 verstärkt den Alpen, dem bayerischen Oberland und dem Eisenbahn-Tourismus zuwandte. So kam Anton Krettner auch nach Tölz, wo er die Familie Lettinger, den „Bruckbräu“, kennenlernte. Nach dem Tode des Familienvorstandes war er zunächst Hauslehrer für den Sohn und heiratete schließlich 1873 die Witwe Babette Lettinger. Er brach daraufhin sein Studium in München ab und wurde Bierwirt in Tölz. Dieser Schritt wurde keineswegs zu einem „gesellschaftlichen Abstieg“, im Gegenteil der Markt Tölz und sein geistiges und geselliges Leben profitierten davon. In der Folgezeit wurde Krettner geradezu zu einem Förderer der Volksdichtung und des Volksliedes, beeinflusste merklich das aufblühende Vereinsleben des Ortes und machte den Bruckbräu zu einem Mittelpunkt in dieser schönen Stadt des Voralpenlandes. Auf Anregung der Königlich Privilegierten Schützengesellschaft Tölz entstand 1883 als Opus 8 der „Tölzer Schützenmarsch“, der zu seinem größten Wurf wurde und vom Tölzer Männerchor mit Streichmusik am 29. Mai 1883 im Wirtsgarten des Bürgerbräus erstmals zur Aufführung kam. Anton Krettner, der am 16. Februar 1899 als Bürgermeister des Marktes Tölz eingesetzt wurde, verstarb am 27. November desselben Jahres.

Werke von Anton Krettner

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