John Philip Sousa

John Philip Sousa

geboren
06.11.1854  in Washington (USA)
gestorben
06.03.1932  in Reading (USA)

Info

John Philip Sousa wurde am 06. Nov. 1854 in Washington geboren. Sein Vater John Antonio Sousa war als Portugiese aus Spanien in die Vereinigten Staaten gekommen, während seine Mutter Maria Elisabeth Trinkhaus aus Fränkisch Crumbach, in der Nähe von Darmstadt, stammte. Sousa erhielt seine Schulausbildung in Washington, besuchte jedoch gleichzeitig ein privates Konservatorium. Im Alter von 13 Jahren trat er in das Musikkorps der Marineinfanterie (Marine Band) als Musikeleve ein, verfolgte aber parallel hierzu seine privaten Musikstudien weiter. Nach einer Ausbildungszeit von sieben Jahren wurde er aus der Marineinfanterie entlassen, um anschließend als Solist (Violine) und Theaterkapellmeister in Washington und Philadelphia tätig zu werden.

Um 1880 war Sousas Ruf als Komponist, Arrangeur und bekannter Dirigent gefestigt, so dass er geradezu folgerichtig als 17. Leiter in der Geschichte der Marine Band an die Spitze dieses Musikkorps berufen wurde. Während seiner Zeit als Leiter dieses Orchesters gelang es ihm, es zu einem der führenden und besten Militärorchester der Welt aufzubauen.

Nach zwölf Jahren verließ Sousa 1892 die Marineinfanterie und gründete anschließend sein eigenes ziviles Konzertblasorchester; es war mithin kein Musikkorps für Paraden und vergleichbare Anlässe. Innerhalb kurzer Zeit gelang es ihm, einige der berühmtesten Musiker seiner Zeit zu engagieren, unter denen sich so berühmte Persönlichkeiten wie Herbert L. Clarke (Kornett/Trompete), Arthur Pryor (Posaune), Simone Mantia (Euphonium) und andere mehr befanden, so dass er sich schon nach kurzer Zeit mit den führenden Orchestern der Vereinigten Staaten messen konnte.

Bei Sousas Konzertreisen um die Welt, besonders jedoch bei seinen Tourneen nach Europa, das er insgesamt vier Mal besuchte, begeisterte er sein Publikum durch die hohe Perfektion, welche seine Konzerte bestimmte und zwar gleichgültig, ob er erlesene klassische Musik bot oder ein zur Zeit beliebtes Schlagerlied.

Sousa zeichnete neben seiner großen Begabung ein hohes Maß an Selbstdisziplin aus. Alles was er anfasste, geriet zum Besten; dabei war er jedoch nicht anmaßend, sondern galt als ausgesprochen tolerant. Sein Hauptziel war es stets, sein Publikum zu erfreuen und zufrieden zu stellen. Es sollte auch keinesfalls übersehen werden, dass er nach etlichen zeitgenössischen Quellen als ein Mann von hoher Moral galt, entschlossen und fleißig.

John Philip Sousa war der erste amerikanische Komponist, der nicht nur einen großen Einfluss im eigenen Land besaß, sondern vielleicht noch mehr im Ausland. Selbst sein großer Kollege Julius Fucík, der damals zu den führenden Militärkapellmeistern Österreich-Ungarns zählte, fühlte sich geschmeichelt, wenn man von ihm als dem „böhmischen Sousa“ sprach. Die besondere Art der Darbietung seiner Konzerte sowie der Stil seiner Märsche übte vor allem in Europa unmittelbaren Einfluss auf viele bekannte Komponisten aus. Bedauerlicherweise hat man heute eine Tatsache verdrängt, die man in Kreisen der Blasmusik jedoch wissen sollte: Wesentliche Impulse zur Entwicklung des Konzertblasorchesters gehen nämlich auf die Aktivitäten von John Philp Sousa zurück.

Obgleich Sousa ein vielseitiger Komponist war und 15 Operetten, Suiten, Humoresken, programmatische Konzertmusik, Tänze usw. schuf und keinesfalls für das Blasorchester alleine arbeitete, wird seine Schaffenskraft im allgemeinen in einengender Weise betrachtet, denn in überwiegendem Maße ist er nur als Marschkomponist ein Begriff.

Es mag durchaus auf den Einfluss seiner strenggläubigen deutschen Mutter zurückzuführen sein, dass Sousa nur dann komponierte, wenn er eine echte Eingebung verspürte und dass er wiederholt ausführte, seine Melodien kämen von einer „höheren Macht“.

Sousa gehörte zu den Menschen, die ohne Unterbrechung arbeiten und es erstaunt daher nicht, dass er nach einer Konzertprobe am 06. März 1932 in Reading, im Staate Pennsylvania, verstarb.

Sousa fand posthum Aufnahme in die Hall of Fame for Great Americans (Ruhmeshalle großer Amerikaner), die im Jahre 1900 geschaffen wurde. Nur 102 Persönlichkeiten aus den Vereinigten Staaten wurden bis heute durch diese besondere Ehrung ausgezeichnet.

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