Anton Ulbrich

Anton Ulbrich

geboren
1911  in Gablonz (Böhmen)
gestorben
1981  in Burgau (Günzburg)

Info

Anton Ulbrich wurde in der Nähe von Gablonz an der Neisse geboren und kam bereits in frühester Jugend mit der Musik in Berührung. Ulbrich, der mehrere Instrumente beherrschte, wurde mit 20 Jahren zur Musik des csl. Infanterieregiments Nr. 44 nach Reichenberg eingezogen, wo er in Stabskapitän Potuzník einen feinfühligen Mentor fand. Über das Stadttheater Gablonz kam er 1940 zur Musik der Deutschen Wehrmacht. Hier waren Teplitz-Schönau, Dresden – u.a. im Musikkorps des fordernden Stabsmusikmeisters Max Feiereis – Südfrankreich, Rußland und Rumänien die Stationen, bis er schließlich in Schleswig-Holstein in Gefangenschaft geriet. In Dresden war Ulbrich zudem als Theatermusiker tätig, wenn der Dienstbetrieb es erlaubte und besuchte das Konservatorium zur musikalischen Weiterbildung. In der Nachkriegszeit wurde er 1948 nach Burgau verschlagen, wo er schon bald eine Reihe von Blasorchestern in der Region dirigierte und ab 1961 auch die Leitung der Stadtkapelle von Giengen an der Brenz übernahm, der er gut 20 Jahre verbunden blieb. Ulbrich wird von Musikern, die ihn kannten, als bescheidener, liebenswerter Mann geschildert und als ein Vollblutmusiker durch und durch, der seine Kapellen zu musikalischen Leistungen führte, die man später oft schmerzlich vermißte. Als Komponist schrieb er neben Ouvertüren, Fantasien, Tänzen und Märschen auch mehrere Messen und Operetten. Seinen schwungvollen Märschen ist vielfach eine böhmisch-deutsche Melodieführung eigen, die seinen besonderen Stil ausmacht.

Werke von Anton Ulbrich

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Blasorchester DIN A4 Mittel-/Oberstufe Hören Lesen
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